NetApp FAS2040 Filer

Dieses Wochenende musste ich überstürzt den einen NetApp FAS2040 Filer mit 3 Enclosures aus dem letzten Materialposten in Betrieb nehmen.

Eine der Personen, welche mich immer mit älteren Systemen beschenkt, fragte Tags zuvor an, ob er ein Storage System mit über 20TB für einen Trade-In zurückbekommen könnten.

Ist doch Ehrensache! Allerdings wollte ich das Teil unbedingt vorher noch in Betrieb nehmen.

Für die Kablerei fanden sich auf der Homepage des Herstellers doch tatsächlich die passenden Dokumente. Und dazu noch in einem öffentlich zugänglichen Bereich!

Die Inbetriebnahme war nicht wirklich kompliziert. Nachdem das System verkabelt konnte es hochgefahren werden. Da ich weder Kennwörter noch Konfiguration kannte, habe ich mich dazu entschieden, während des ersten Hochfahrens beider Nodes das Special Boot Menu aufzurufen und mit der Option 4a das root-aggregate mit allen allfällig vorhandenen volumes zu nullen. Was ich allerdings nicht bedacht hatte: die eingespielten Lizenzen gehen dabei verloren.

Wenn ihr also vor der gleichen Wahl steht: Immer erst das Kennwort zurücksetzen und mit

> license show

die Lizenzen abziehen, falls ihr keinen Zugriff auf die originalen Lizenzinformationen habt. Zu meinem Glück bestehen die Lizenzcodes aus einer 7-Stellingen Buchstabenkombination – nicht unbedingt schwierig zu erraten…

Das Nullen der Platten dauerte mehrere Stunden, so konnte ich zwischendurch das TV-Gerät meiner Grosseltern reparieren. Danach konnte ich die Disks aus den Enclosures jeweils einer der beiden Nodes zuweisen, sie ebenfalls nullen (das dauert bei je 21 Platten dementsprechend länger), neue aggregates erstellen, volumes darauf erstellen und exportieren.

Mit nur zwei Disks konnte ich nicht arbeiten und musste sie ersetzen. Sie verfügten über ein zu neues Label und meine Kiste mit Data ONTAP 7.9.irgendwas hatte nicht die Eier, das Label zu überschreiben. dd wirds richten…

Kurz vor Mitternacht musste ich dann aber das System abbauen und verladen. Es blieb keine Zeit dazu, das System wirklich zu belasten.

Der Tag war lehrreich, ich habe alle Informationen gefunden, welche ich benötigte. Dennoch wurde ich nicht gerade zum blinden Fan dieses Hersteller oder dieses Systems. Ich empfand die Bedienung des Systems wenig intuitiv.

Diese Systeme haben sicher ihre Daseinsberechtigung, ich persönlich würde aber weiterhin auf etwas aus der Schmiede von HPE 3PAR, Hitachi oder PURE setzen.

Bis demnächst

Ich höre gerade: David Bowie – Space Oddity

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