Digital Personal Workstation 433au/500au und AlphaStation 500/266

Ein kleiner Wink aus der Vergangenheit… Das waren die ersten Workstations, welche ich mit Linux betreiben musste und der Grund, warum ich bis heute ein riesiger Gentoo Linux Fan bin.

Digital Personal Workstation 433au/500au und AlphaStation 500/266

Die Maschinen sind folgendermassen bestückt:

  • Digital Personal Workstation 433au (3x) / 500au (1x)
    • 433MHz oder 500MHz Alpha 21164A (EV56) CPU
    • 1024MB RAM (proprietäre Module)
    • 36GB SCSI-III hard disk drive (2x) oder 20GB ATA hard disk drive (2x)
    • PBXGB-CA Powerstorm TGA2 24 Plane 16MB graphics card, inkl. Shutterbrille
    • Miata MX5 (2x) oder Miata MiataGL (2x) Motherboard
    • 4MB L3 Cache module (3 Maschinen)
  • AlphaStation 500/266
    • 266Mhz Alpha 21164 (EV5) CPU
    • 256MB RAM (proprietäre Module)
    • 4.3GB SCSI-II hard disk drive
    • Matrox MGA Millennium graphics card

Leider ist bei der vierten PWS das L3-Cache-Modul irgendwann kaputt gegangen. Vor über 10 Jahren hatte ich keine Ahnung, dass das Modul reparierbar gewesen wäre – es besteht schliesslich nur aus SRAM und etwas klebriger Logik. Ich habe es demontiert, eingelagert und vergessen…

Die Maschinen habe ich 2004/2005 in der ganzen Deutschschweiz zusammengekauft.

Natürlich wollte ich die Maschinen irgendwie benutzen. Mangels Medien/Lizenzen fielen OpenVMS, Digital UNIX und Windows NT flach. SUSE Linux wäre zwar möglich gewesen, doch die Portierung auf axp war damals schon stark veraltet. Eine bekannte Suchmaschine brachte mich dann zu Gentoo Linux.

Wie wenn es gestern gewesen wäre, erinnere ich mich noch daran… Ich druckte die Installationsanleitung bei meinem damaligen Arbeitgeber aus (welcher daraufhin wegen “Papierverschwendung” meinen Lohn kürzte). Nach nicht mal einer Nacht hatte ich ein lauffähiges System!

In einem Anflug von Grössenwahn wollte ich daraufhin einen Beowulf-Cluster bauen. Es hat Wochen, wenn nicht Monate, gedauert. Und ich bin dabei so oft auf den Hintern gefallen…

Schlussendlich hat es dann doch noch geklappt. Ich habe mir extra das Buch “Beowulf Cluster Computing with Linux” gekauft. Das Demoprogramm compilierte und lief fehlerfrei.

Irgend etwas Produktives hat der Cluster aber nie gemacht, da ich letztendlich keinen sinnvollen Einsatzzweck gefunden habe. Und dennoch, das Wissen und die Erfahrung, welche ich daraus ziehen konnte, waren die Mühen absolut wert.

Genau so, wie auf dem Foto abgebildet, stand er 2005 in meiner Einzimmerwohnung vor der Fensterfront. Simon, David, erinnert ihr euch?

Abgesehen von einem Netzteil, welches aufgrund eines tauben Elkos durchgegangen ist und repariert werden musste, läuft der Cluster nach 13 Jahren immer noch. Erst letzten Samstag probiert…

Da mir momentan gerade die Phantasie für einen lustigen Spruch zum Schluss fehlt, hier der Song, welcher jetzt gerade dudelt:

Iron Maiden – Fear of the dark

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